Hintergrund Windkraft

  1. Schallbelästigung
  2. Infraschall
  3. Schattenwurf
  4. Optische Bedrängung
  5. Wertverlust der Häuser und Grundstücke bis hin zur Unverkäuflichkeit
  1. Schallbelästigung

    WKA verursachen mechanischen Lärm in den Generatoren/Getrieben, der i. d. R. mit 103 bis 107 dB(A) angegeben wird. WKA erzeugen aber vor allem aerodynamisch verursachten Lärm. Dieser tieffrequente Schall erreicht an den mit über 300 km/h drehenden Rotorspitzen nach Expertenmeinung 120 dB(A).
    Die Anwendung der TA-Lärm zur Ermittlung von Schallprognosen ist zumindest fragwürdig, da

    • in der DIN ISO 9613-2 Standards zur Berechnung der Dämpfung des Schalls bei der Ausbreitung unter freiem Himmel festgelegt werden. Mit diesen Verfahren kann der Dauerschalldruckpegel von bodennahen punktförmigen Schallquellen mit bekannter Geräuschemission unter Witterungsbedingungen, die für die Schallausbreitung günstig sind, prognostiziert werden. Ob es sich hierbei tatsächlich um bodennahe und punktförmige (der Durchmesser des Rotors von 116,8 m der in Becklem geplanten Anlage reicht von Höhe 61,6 m bis zu Gesamthöhe von 178,4 m) Schallquellen handelt wird, in zahlreichen Quellen angezweifelt, siehe auch hier.
      Für die Prognose der Schallimmission an der Wohnbebauung wird der am Maschinenhaus erwartet Schalldruckpegel zugrunde gelegt, nicht aber der mutmaßlich deutlich höhere aerodynamisch verursachte Lärm, siehe auch hier.
    • Schallfrequenzen unterhalb der Hörschwelle von der TA-Lärm nicht erfasst werden, s. Infraschall
      Schallbelästigung
      Vereinfachte Gegenüberstellung der Schallprognose gemäß TA-Lärm nach DIN ISO 9613-2 (oben) und Schallprognosen, die den mutmaßlich höheren aerodynamisch verursachten Lärm als Basis für die Schallausbreitung verwendet (unten).
      Schallbelästigung

  2. Infraschall

    Diese oft als Esoterik belächelte Thematik ist in den Mittelpunkt der Forschung geraten. Niederfrequenter bzw. Infraschall werden mit folgenden Symptomen in Verbindung gebracht:

    • Schlafstörungen
    • Ruhelosigkeit
    • Kopfschmerzen
    • Migräne
    • Angstzustände
    • Schwindel
    • Bluthochdruck
    • etc.
    Eine Studie schwedischer Ärzte aus 2013 kommt zu dem Ergebnis, dass 30 % aller Anwohner von WKA an den Auswirkungen von Infraschall erkranken. Selbst das Bundesumweltamt trägt diesen Erkenntnissen durch die im Juni 2014 veröffentlichte Machbarkeitsstudie zum Infraschall Rechnung.
    Mehr dazu von Dr. med. Johannes Mayer D.O.M., Vortrag für die BTG Laimering-Rieden-Gallenbach, Mai 2014. Leben unter dem Windrad. Medizinische Fakten.
    Weitere Informationen hat die ig-rossdorf unter folgendem Link zusammengefasst: IG Rossdorf - Machen Windkraftanlagen krank

    Weitere Informationen haben die ig-rossdorf unter folgendem Link IG Rossdorf - Machen Windkraftanlagen krank sowie die Bürgerinitiative Braunfels unter http://www.windkraft-braunfels.de/aus_infra.html zusammengefasst.

  3. Schattenwurf

    Morgens nach dem Sonnenaufgang und abends vor Sonnenuntergang steht die Sonne flach über dem Horizont und wirft bei großen Windkraftanlagen (hier 180 bzw. 200 m) einen langen Schatten bis ca. 1.400 m Entfernung. Durch den Rotordurchmesser von bis zu 130 m beträgt die Beschattungsdauer dieser Windkraftanlagen deutlich mehr als die nach geltendem Recht als nicht erheblich belästigend geltenden Beschattungszeiten von maximal 30 Stunden pro Kalenderjahr und maximal 30 Minuten pro Tag in einer Höhe von 2 m.

  4. Optische Bedrängung

    Die geplanten Windkraftanlagen erreichen Nabenhöhen von bis zu 135 m (Gesamthöhe mit Rotorblatt bei 200 m). Von diesen gigantischen Bauwerken geht eine starke optische Bedrängung aus.
    Besonders im ländlichen Bereich und der freien Natur gibt es keine Bauten und Bäume, die nur annähernd eine solche Größe erreichen. Hier überragen diese Giganten mit ihren sich drehenden Flügeln alles. Das gesamte Landschaftsbild wird hier von diesen Anlagen dominiert.

  5. Wertverlust der Häuser und Grundstücke bis hin zur Unverkäuflichkeit

    Wertverlust
    Eine Studie Prof. Dr. Jürgen Hasse, Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt/Main kommt zu dem Schluss, dass Häuser und Grundstücke 20 – 30 % an Wert verlieren, siehe auch folgende Quelle: http://www.energiewende-spessart.de/schriftsaetze/prof_hasse.pdf

    Der Eigentümerverband Haus & Grund beschreibt in einer Pressemitteilung v. 26.03.2014 zu erwartende Wertminderung von 30 %, siehe Artikel: http://www.hugw.de/presse_146.html

    Eine Faktensammlung zum Thema: http://www.ulrich-richter.de/fakten/immobilienwert/